Pierre Szalowksi
Bei Kälte ändern die Fische ihre Bahnen

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Meine Zusammenfassung
Zunächst sind wir bei dem Protagonisten, er bleibt bis zum Ende ohne Name! Der elfjährige Junge bekommt mit, wie sich seine Eltern trennen wollen. Da betet er und bittet den Himmel, ihm Hilfe zu schicken. Und die kommt - lach -. Es geht ein Eisregen nieder, der alles, aber auch alles verändert.

Da sind dann noch zahlreiche Nachbarn in der Straße, z.B. ein Homosexuellen-Paar, das sich nie geoutet hat, ein Vater mit seinem Sohn Alex (ist der Freund von unserem Protagonisten), der nur noch so vor sich hin lebt, nichts arbeitet, und da ist noch ein russischer Wissenschaftler, Boris, (der mit dem Aquarium) und letztendlich Julie, eine Nachtclubtänzerin.
Der Elfjährige hatte von seinen Eltern einen Camcorder geschenkt bekommen, und er und sein Freund Alex haben damit einiges vor. Und zwar filmt der Junge Julie, die, nur mit einem halboffenen Morgenrock bekleidet, zur Tür kommt, sie hatten ihre Katze, Brutus, im Arm….und sie filmten dann die halbnackte Frau….. Sie hatten einen Mordspaß damit, guckten es immer und immer an. Aber er nahm die Cam doch mit in die Schule, was ihm eigentlich seine Eltern verboten hatten, und schließlich bekam er sie von der Lehrerin abgenommen.


Und jetzt folgt in wildem Wechsel immer, was so in den Haushalten in der Straße geschieht. Einmal wird geschildert, wie Boris, der Doktorand und Wissenschaftler, die Bahnen seiner Fische berechnet, feststellt, dass sie bei einer bestimmten Temperatur immer die gleichen Bahnen nehmen. Es sind vier Stück. - Und jetzt der Eisregen, wo in Teilen von Montreal der Strom ausfällt. Und er kommt in höchste Nöte, weil er so die Temperatur im Aquarium nicht halten kann.
- Er geht also in einen Markt, wo er alle Gas-Kartuschen kaufen will, die noch da sind. Aber das ist nicht so einfach, jeder bekommt nur zwei - …..und so gibt's auch für ihn einen Ausweg. Aber welchen ??

Und jetzt folgen - immer wieder unterbrochen von Radiomeldungen über Eisregen, der plötzlich aufhört, dann aber wieder kommt, was diese einzelnen Personenkreise so tun, wie sie damit umgehen. Auch die Geschichte mit den Eltern des Elfjährigen ist dann Thema, wo der Vater in der Ferienhütte kurzfristig eingezogen ist, dort dann auch keinen Strom hat, und und und…… und immer wieder, der Elfjährige glaubt, dass er das mit seinem Wunsch alles verursacht hat, weil er sich eben gewünscht hat, dass etwas passiert, damit seine Eltern sich wieder versöhnen. Es wird sehr turbulent, und zwar in allen Konstellationen dieser Leute in dieser Straße. Mehr verrate ich nicht.

 

 

Der Autor
"Pierre Szalowski lebt in Montreal und arbeitete als Pressefotograf, Journalist, Grafiker, Art Director, Creative Director, Film- und Fernsehproduzent, Software-Entwickler, Vizepräsident von Ubisoft … "Bei Kälte ändern die Fische ihre Bahnen" ist sein erster Roman, mit dem er 2009 auf Anhieb den renommierten Grand Prix de la Relève littéraire Archambault gewann."

 

Verlagsbeschreibung:
"Eissturm mit Happy End - die etwas andere Weihnachtsgeschichte Zur Weihnachtszeit erfährt unser Held, ein elfjähriger Junge, dass sich seine Eltern trennen wollen. Seine Welt bricht zusammen, er bittet den Himmel um Hilfe, und tatsächlich beginnt am nächsten Tag der größte Eissturm, den Montreal je gesehen hat. Das hindert seinen Vater zwar nicht daran auszuziehen, aber er wird wiederkommen - mit zwei gebrochenen Armen. Der Eissturm verändert auch das Leben der Nachbarn. Da ist beispielsweise Boris Bogdanov, ein Doktorand russischer Herkunft, der die Bahnen seiner Fische mathematisch untersucht - ein Stromausfall gefährdet seine Resultate. So ist er sehr dankbar dafür, dass Julie, eine Nachtclubtänzerin, ihn und seine Fische bei sich aufnimmt. Er weiß zwar viel, aber er sieht nicht, wie sich Julie nach der wahren Liebe sehnt ... Pierre Szalowski hat einen wunderbar komischen und hoffnungsvollen Roman geschrieben, dessen Herzenswärme jedes Eis schmelzen lässt. Über einen Jungen, der an die Macht der Wünsche glaubt. "

Buchdaten
ISBN-10:3-570-10017-0 EAN:9783570100172 Erscheinungstermin:09.11.2010 Verlag: Bertelsmann Verlag
Einband: gebunden
Sprache:Deutsch
Seiten:224
Übersetzer: Andreas Jandl

Die Originalausgabe erschien unter dem Titel "Le froid modifilie la trajectoire des piossons" bei Editions Hurtubuise HMH Irée, Montreal

Meine abschließende Bemerkung
Der Anfang war recht spannend, nungut, sehr leicht zu lesen, keine Ansprüche an den Leser stellend…. -
Die vielen nebeneinander herlaufen Geschichten sind alle interessant, handeln von Menschen, ihrem Miteinander, den Einflüssen denen sie unterworfen sind, aber auch, wie durch diese Eisregen alles eine Wendung nimmt.

Und jetzt wird es irgendwie märchenhaft. - lach -. Für mich gegen Ende zu viel des Guten…

Was den Autor zu dem Titel bewogen hat, scheint mir nicht nur die Geschichte mit Boris und seinen Fischen zu sein. Sondern es gibt ja eine Symbiose dazu, nein, nicht nur eine, sondern sie treffen auf alle Geschichten in diesem Buch zu….
Nicht nur diese Fische ändern bei Temperaturwechsel ihre Bahnen, sondern auch die Menschen, wenn auch in etwas anderer Weise.

Aber ein sehr schön zu lesendes Büchlein, wohl auch für Jugendliche schon geeignet, die wenigen Sexszenen oder auch das was mit Homosexuellen usw. zu tun hat, sind harmlos.

Und vom Verlag genau richtig beschrieben, eine hoffnungsvolle Geschichte, passend zur Weihnachtszeit, wo ja alle Wünsche in Erfüllung gehen…