Amy Tan

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Meine Zusammenfassung:
Die Protagonistin Ruth Young lebt in San Francisco, hat zwei Töchter, mit dem Vater ist sie nicht verheiratet.

Sie ist in Amerika aufgewachsen, Ihr Herkunftsland China kennt sie kaum, und wenn, dann nur von einzelnen Sätzen, die ihre älteren Verwandten äußern. - Zu ihrer Mutter, LuLing, hat sie ein etwas seltsames Verhältnis. Ihre Mutter ist verschwiegen, erzählte ihr nie etwas über ihren Vater, der, als sie zwei Jahre alt war, angeblich bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.

Ruth Young verlor eines Tages ihre Stimme. Nach anfänglicher Besorgnis stellte sie sich darauf ein. Sie war Auftragsschreiberin, war als Lektorin für einen Verlag tätig.

Als sie mal ihre Papiersachen aufräumen wollte, fand sie u.a. einen Stapel mit chinesischen Zeichen beschriebenen Papiers. - Sie hatte das irgendwann mal von ihrer Mutter erhalten, aber vergessen.

Da sie viel Zeit hatte, sie war ja immer noch verstummt, übersetzte sie in akribischer Kleinarbeit nach und nach diese chinesischen Zeichen. -

Ruth war ihrer Mutter behilflich, wenn sie z.b. Arztbesuche hatte fuhr sie sie dahin. Ruth war schon länger aufgefallen, dass ihre Mutter wirres Zeug redete. Irgendwie war von Alzheimer die Rede, aber die Diagnose war unklar. Als sie mal das Haus ihrer Mutter aufräumte, es war ein grausiges Durcheinander, fand sie einen weiteren Stapel Papier, auch wieder mit diesen chinesischen Zeichen.

Und Ruth ging jetzt daran, weil sie das Rätsel um ihrer Mutter und deren Mutter endlich entschlüsseln wollte, diese beiden Stapel zu übersetzen.

Sie vernachlässigte ihren Freund, zog zu ihrer Mutter ins Haus. Da sie selbst nur sehr langsam und schwer diese ganzen Stapel übersetzten konnte, ließ sie das einen Übersetzer machen, einem Mister Tang.

 

Die Autorin
Amy Tan wurde 1952 als Tochter chinesischer Einwanderer in Oakland, Kalifornien, geboren. Ihr Vater und ihr Bruder starben, als sie fünfzehn Jahre alt war. Ihre Mutter, Tochter einer wohlhabenden Familie in Shanghai, mußte drei Töchter aus erster Ehe in China zurücklassen; sie kehrteerst 1978 zum erstenmal in ihre Heimat zurück Amy Tan lebt heute mit ihrem Mann in San Francisco. Ihr zweiter Roman *Die Frau des Feuergottes* erschien als Hardcover im Goldmann Verlag, war auch in Deutschland monatelang auf der Beststellerliste.

Klappentext:
"Ruth Young ist Halbchinesin und lebt mit ihrem Freund Art in San Francisco. Aufgewachsen ist sie in Amerika - ihre chinesische Heimat hat sie nie gesehen.

Die einzige Verbindung zu ihren Wurzeln ist Ruths Mutter LuLing, die ebenfalls in San Francisco lebt. Doch LuLing, eine starrköpfige und verschlossene Frau, hat sich ganz in ihre eigene Welt der Vergangenheit zurückgezogen. Oft hat Ruth ihre Mutter gebeten, aus ihrem Leben zu erzählen, aber LuLing flüchtete sich stets in eisernes Schweigen.

Mit den Jahren hörte Ruth schließlich auf, Fragen zu stellen, und die beiden entfremdeten sich immer mehr. Als ihre Mutter schwer erkrankt, entdeckt Ruth jedoch unvermutet eine Art Tagebuch LuLings - und damit den Schlüssel zu der nebulösen Vorgeschichte ihrer Mutter.

Denn als sie das Vermächtnis LuLings zu lesen beginnt, taucht sie nicht nur ein in die fremde, vergessene Welt ihrer chinesischen Vorfahren. Es offenbart sich ihr das tragische Geheimnis, das wie ein erstickender Schatten über dem Leben ihrer Mutter lag: Sie erfährt von ihrer Großmutter, der Frau ohne Namen, und dem Fluch, der auf ihrer Familie lasten soll. Und zum ersten Mal begreift Ruth, wie viel sie ihrer Mutter in Wahrheit bedeutet hat…"

Fesselnd und bewegend wird die sensible Annäherung zwischen Mutter und Tochter geschildert.


Als Ruth das Schicksal ihrer Großmutter und ihrer Mutter schießlich erfährt, wird ihr auch ihr eigenes Verhältnis zu ihrer Mutter klar, sie baut eine ganz neue Beziehung zu ihr auf, versteht sie, vieles was sie als Spinnerei angesehen hatte, war in Wirklichkeit die Wahrheit.
Und so wird sich das Aufdecken dieses Geheimnisses auch ganz entscheidend auf ihr eigenes Leben, ihre Beziehung zu Art und ihrer Mutter, auswirken.

Amy Tan hat diese Figuren des Romans wieder sehr liebevoll "gemalt", die Geschichte ist gefüllt mit Begebenheiten aus dem China Mitte des 20. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit. - Und wie in allen Romanen von Amy Tan sind die autobiografischen Züge nicht zu übersehen. -

Diese ganzen vielen kleinen Geschichten von dutzenden von Frauen und Familien, die Jahrzehnte zurückliegen, von Vertreibungen, Auswanderungen, aber auch familiären Tragödien und Erlebnissen erzählen, sind spannend und hochinteressant.

Auch die politischen Hintergründe damals sind eingeflochten. Und diesen Mutter-Tochter-Beziehungen, in China wieder etwas ganz besonderes, und noch mehr in China, geht die Autorin feinfühlig und diffizil nach.