Amy Tan

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"Amy Tan wurde in eine Familie hineingeboren, in der der Glaube an die Macht des Schicksals beinahe übermächtig war. Dem setzte Tan schon früh ihre Suche nach ganz eigenen Erklärungsmustern für die Welt und das Leben entgegen. Mit "Die andere Seite des Himmels" präsentiert Amy Tan ihre Gedanken erstmals gesammelt der Öffentlichkeit: Offen und mitreißend erzählt sie, wie sie den Erwartungen der Vergangenheit, die auf ihr lasteten, entgehen konnte und lernte, ihre Zukunft bewusst zu gestalten. Amy Tans Erinnerungen, Ansichten und Überlegungen sind dabei so vielseitig wie das Leben selbst und gleichermaßen zutiefst persönlich und doch universell verständlich. Worum es auch im Einzelnen gehen mag, stets vermittelt sie dem Leser tiefe Einblicke in die persönliche Geschichte einer gefeierten Autorin, deren eigenes Leben von dem gleichen Zauber und ebender Hoffnung geprägt ist, die auch ihr fiktionales Werk durchdringen. "

 

 

Amy Tan wurde 1952 als Tochter chinesischer Einwanderer in Oakland, Kalifornien, geboren. Ihr Vater und ihr Bruder starben, als sie fünfzehn Jahre alt war. Ihre Mutter, Tochter einer wohlhabenden Familie in Shanghai, mußte drei Töchter aus erster Ehe in China zurücklassen; sie kehrteerst 1978 zum erstenmal in ihre Heimat zurück Amy Tan lebt heute mit ihrem Mann in San Francisco. Ihr zweiter Roman *Die Frau des Feuergottes* erschien als Hardcover im Goldmann Verlag, war auch in Deutschland monatelang auf der Beststellerliste.

Alle Beschreibungen und vermuteten Intentionen nach dem Lesen einiger ihrer Bücher sind nicht mehr schlüssig, wenn man dieses Buch gelesen hat. Und eigentlich hätte ich dieses Buch zuerst lesen sollen, dann hätten sich ihre vorherigen besser und viel interessanter gelesen. -

Aber dennoch, sie hat in diesem Werk ihre umfangreichen Gedanken zur Literatur, ihres eigenen Findens *ihrer Geschichte*, vor allem aber ihre Intentionen zu den Büchern bzw. zu ihrer Literatur überhaupt beschrieben.
Wogegen sie sich vehement wehrt, ist, in die Kategorie asiatischer Schriftsteller eingereiht zu werden. Immer wieder weist sie darauf hin, dass sie Amerikanerin mit chinesischer Abstammung ist, und von ihrem Wesen her durch und durch Amerikanerin.
Sie beschreibt die Entstehung einiger ihrer Romane, die schwere *Geburt* ihres zweiten Romans "Die Frau des Feuergottes", und wie sie nach den Figuren sucht, jedes Wort und jegliche grammatische Einzelheit immer wieder überprüft, verwerft, manches für immer in den Papierkorb wirft, manches bleibt übrig, und das gibt dann meistens eins ihrer Bücher. So schreibt sie z.B., dass sie eigentlich Kurzgeschichten zuerst geschrieben hat, weil sie sich an einen Roman nicht herantraute. - Als sie diese Ansammlung von Kurzgeschichten dann dem Lektorat ihres Verlags vorlegte, wurde aus diesen Kurzgeschichten ein Roman, und zwar ihr erster, "Die Töchter des Himmels".

Weiter beschreibt sie recht ausführlich ihre Gedanken zur Sprache, wie sie zustande kommt, was sie bedeutet, auf was sie sich auswirkt, oder was sich auf sie auswirkt, dabei auch immer ihre eigene Sprachentwicklung im Blick; sie wuchs in einer Familie auf, in der chinesisch gesprochen wurde, ihre Mutter sprach immer ein sogenanntes *gebrochenes* - also ziemlich einfaches Englisch. Sie selbst antwortete aber immer in Englisch.

Sie begann sehr früh mit dem Lesen und schon als Kind hat sie kleine Geschichten geschrieben, die sogar veröffentlicht wurden. Aber ihr Weg zur Autorin war lange und steinig, sie machte es sich nicht einfach, sondern wollte/will immer was *Eigenes* gestalten, sucht nach Figuren und Geschichten, oft von ihrer Familie geprägt.

Sie erkrankte um 2000 sehr schwer an Borreliose, diese Krankheit wurde aber erst Jahre später genau diagnostiziert, nachdem sie eine lange Zeit unter teilweisem Gedächtnisverlust gelitten hatte, nicht mehr schreiben konnte und noch andere, sehr beeinträchtigende gesundheitliche Probleme zu bewältigen hatte. Als dann endlich ihre Krankheit diagnostiziert wurde, allerdings nur nach hartnäckigen Recherchen von ihr selbst, im Internet und in Foren mit Betroffenen, konnte endlich eine Therapie beginnen. Dieses Buch schrieb sie während ihrer Rekonvaleszenz, 2003 wurde es herausgegeben.

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