Nicolas Vanier
Gold unter dem Schnee

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Meine Zusammenfassung:
In diesem Buch beschreibt er, wie Matt von zuhause aufbricht und wie seine Reise verläuft.
Von Anfang an sehr spannend geschrieben, wird es aber besonders interessant, als er seine Reisen mit den Schlittenhunden beginnt.

Er hatte eine trächtige Hündin gekauft, weil er irgendwo gehört hatte, dass man in Alaska Hunde braucht. - Diese Hündin, von ihm *Gold* genannt, wirft nach einigen Wochen 7 Welpen. - Als sie groß genug sind, versucht er sie vor einen Schlitten zu spannen, aber es klappt einfach nicht, sie machen nur Unsinn. -
Da begegnet er einem alten Mann, der in der Gegend herumstreift, den alle kennen, aber niemand weiß wo er eigentlich lebt. - Dieser hat ein Hundegespann, und diesen trifft Matt in der Wildnis, und der alte Mann nimmt dann einen Hund nach dem anderen zu seinem Gespann, damit sie lernen, wie man einen Schlitten zieht. Und das klappt hervorragend, bald hat Matt ein funktionsfähiges Gespann.

Er liebt seine Hunde über alles, und bis die Rangordnung unter ihnen geregelt ist, gibt es auch einzelne Kämpfe unter den Hunden. -
So durchzieht er mit seinem Gespann die weite Landschaft, ist total begeistert über die Schönheit der Natur, der Einmaligkeit der Einsamkeit und ihrer Geheimnisse. Er muss Abenteuer bestehen, bei bis unter -50°, erlebt Angriffe und lebensgefährliche Situationen. Später hat er auch noch zwei Pferde.
Als er dann auch Indianerstämme trifft, die ihm sehr feindlich gesinnt sind, lernt er auch Gebräuche und Sitten der Indianer kennen, und die Verbindung des alten Mannes zu den Indianern wird deutlich sichtbar.

Als er eine Indianerin, Nastasia, zum ersten Mal sieht, verliebt er sich sofort in sie, aber sie begegnet ihm mit abgrundtiefem Hass. -
Als er schließlich eine Goldader findet, seine Claims absteckt, wird er von dem alten Mann beobachtet. Dieser wortkarge alte Mann versucht ihm mit ganz wenigen Worten klar zu machen, dass nicht das Gold zählt. -

Der alte Mann und auch die Indianer hatten beschlossen, jeden Weißen, der in dieses Tal kommt um Gold zu schürfen zu töten. Und da der alte Mann und auch die Indianer meinen, Matt würde jetzt seinen Claim anmelden um mit dem Goldschürfen zu beginnen, muss der alte Mann ihn töten.

Matt hat jedoch erkannt, was angerichtet wird, wenn die Goldsucher über ein Tal herfallen. Es wird verschandelt, die Natur wird grausam zugerichtet, nichts ist mehr wie es vorher war. Das ist sehr gut zu sehen an der Stadt Dawson, die in kürzester Zeit entstanden war, zuerst standen dort ein paar Zelte, dann wurden Hütten gebaut und bereits nach ein paar Monaten war eine große Stadt daraus geworden mit großen Häusern Bars, Saloons, goldverarbeitender Industrie.
Allerdings waren nur einige wenige ganz reich geworden, die meisten der Goldsucher kehrten wieder nachhause zurück oder mussten für karge Löhne bei den Reichen in den Goldbergwerken arbeiten, wenn sie überhaupt Arbeit bekamen, ansonsten vegetierten sie arm dahin, oft nahe dem Hungertod, ohne feste Bleibe oder Dach über dem Kopf.

Also Matt schüttet seine Grabungen wieder zu und beschließt, auf das Gold zu verzichten, den Claim nicht anzumelden.
Das wissen die Indianer und der alte Mann allerdings nicht. Und er wird von Nastasia und dem alten Mann verfolgt, die ihn töten wollen. -
Was Matt nicht weiß: Nastasia ist die Tochter des alten Mannes. Ihre Mutter, eine Indianerin, war von Weißen vergewaltigt und getötet worden. Nastasia war 12 Jahre alt und war dabei gewesen.

Es gibt schlimme Kämpfe, Matt wird auch angeschossen von Nastasia, zwei seiner Hunde kommen ums Leben, auch seine zwei Pferde werden getötet. -

Schließlich kann er Nastasia und dem alten Mann glaubhaft machen, dass er ihr Tal nicht verschandeln wird und er kann Nastasia nach sehr langen Zweifeln ihrerseits erobern.
Der alte Mann erschießt sich allerdings am Ende, Nastasia und Matt finden ihn, aber er ist tot.

 

Der Autor:
Nicolas Vanier, 1962 im Senegal geboren, ist wie sein Vorbild Jack London Abenteurer und Schriftsteller. Im Winter 1998/99 überwand er als erster nur mit dem Hundeschlitten eine 8600 km lange Strecke durch Alaska und Kanada in 99 Tagen. Von der Erfüllung dieses Lebenstraums berichtet er in dem Bestseller "Die weiße Odyssee".

"Als seine Tochter Montaine 18 Monate alt war, zogen Nicolas und seine Frau Diane mit ihr für ein Jahr in die Wildnis Kanadas. Dieses, sein größtes Abenteuer dokumentierte Vanier in dem Erfolgsbuch "Das Schneekind".

Zwischen den Expeditionen lebt Nicolas Vanier mit seiner Familie als Schlittenhundzüchter in Frankreich in der Sologne.

Zuletzt erschienen:

"Der Sohn der Schneewüste", und "Der weiße Sturm".

Buchdaten:
Verlag: MALIK 2005 Ausstattung/Bilder: 2005. 426 S., 34 Abb. auf 16 Bildtaf.
Seitenzahl: 426
Deutsch
ISBN-13: 9783890293059
ISBN-10: 3890293050

Klappentext:
"Mich hat diese Geschichte immer schon in ihren Bann geschlagen: diese Expedition von zig Tausenden, die über Nacht alles zurückließen, um an einem Fluss namens Klondike Gold zu finden…." "Nicolas Vanier ist vom Norden fasziniert, seit er denken kann, und wie sein Idol Jack London hat er die Weiten Kanadas und Alaskas, über die er so spannend schreibt, selbst überwunden. In seinem neuen Besteller spürt er dem Schicksal der Männer nach, die Ende des neunzehnten Jahrhunderts kamen, um ihr Glück zu machen. Von überall her strömten sie in die Küstenstädte und heuerten auf Überseschiffen, Raddampfern und einfachen Flusskreuzern an. Nach lebensgefährlicher Überfahrt begann das eigentliche Abenteuer: der Weg über schneebedeckte Pässe und durch reißende Stromschnellen. Auch der junge Dockarbeiter Matt aus San Francisco erliegt dem Lockruf der Wildnis, ohne jedoch auf die eine phantastische Goldader zu stoßen. Nach einer Affäre mit dem Saloonmädchen Blanquette zieht Matt sich mit seinen Schlittenhunden in die Einsamkeit einer Blockhütte zurück. Hier, im Zweikampf mit der Natur und an der Seite der Indianerin Nastasia, findet Matt schließlich, wonach er wirklich gesucht hat."

Meine abschließende Meinung
Das ist das erste Buch, das ich von diesem Autor gelesen habe. Und ich werde seine anderen Bücher sicher auch lesen. Die Geschichte ist so spannend, dass ich dieses Buch sehr schnell gelesen hatte. - Eindrucksvoll vor allem wird die ganze Natur geschildert; und dazu dann die Verhaltensweisen der Weißen, die das alles zerstören wollen. - Dagegen dann die Indianer, die nach ihren Naturgesetzen leben und ihre angestammte Heimat verteidigen wollen. - Dabei geht es gar nicht primär um das Gold. - Diese Goldgier ist den Indianern nicht gegeben. - - - Sehr schön wird beschrieben, wie beide Gruppen sich gegenseitig sehen, aber auch, dass es Ausnahmen gibt; wie z.b. diesen Matt. - Aber um das den Indianern glaubhaft zu machen, ist viel Zeit, aber auch der Aufbau von Vertrauen nötig. Dass dann auch noch eine Liebesgeschichte dazu kommt, nun gut, auch das ist Matt zwar behilflich, aber letztendlich nicht seine Intention, als er am Ende beschließt, auf das Gold zu verzichten. - Alles in allem eine sehr spannende Abenteuergeschichte, mit sehr viel, dass sie uns geben kann.

Auch wenn in meiner Inhaltsangabe sehr viel verraten wird, ist noch lange nicht alles zu erfahren, vor allem nicht diese vielen, sehr interessanten Einzelheiten, die das Buch so wunderbar machen.