Urs Widmer

 

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"Sie ist die Tochter eines reichen Mannes, als sie ihn kennen lernt, er ein unbekannter, junger, aber ambitionierter Dirigent. Er gründet ein Jugendorchester, spielt die verpönte neue Musik - und sie wird sehr rasch Dauerbesucher dieser Konzerte. Sie übernimmt bald weitere Aufgaben, organisiert, kümmert sich - und darf dafür auch auf die erste Gastspielreise nach Paris mitmchen. Hier passiert es - Edwin nimmt sie wahr, nimmt sie mit in sein Bett, und sie lässt es zu: denn er ist der "Richtige". Wieder zurück, folgt der schwarze Freitag; auch ihr Vater verliert seinen gesamten Besitz, und fällt tot um, als er die Nachricht morgens in der Zeitung liest. Sie muss ihr Leben einschränken, doch sie kümmert sich immer noch um das Orchester; und Edwin kommt sie nach wie vor von Zeit zu Zeit besuchen. Doch eines Tages erfährt sie: er hat geheiratet. Ohne ihr auch nur ein Wort zu sagen. Seine Frau ist eine von denen, die reich geblieben sind. Auch die Mutter heiratet, hat ein Kind; aber ihre große Liebe, ihre Besessenheit gehört Edwin. Mit 82 Jahren stürzt sie sich dann aus dem Fenster; seinen Namen auf den Lippen..."

 

 

 

Urs Widmer wurde am 21. Mai 1938 in Basel geboren. Dem Studium der Germanistik, Romanistik und Geschichte in Basel, Montpellier und Paris folgte 1966 die Promotion mit einer Arbeit über die deutsche Nachkriegsprosa. Danach war Widmer zunächst als Verlagslektor, dann als Literaturkritiker und -dozent tätig. Er ist seit 1968 freier Schriftsteller. Widmer verfasste sowohl skurille Erzählungen und Hörspiele, für die er 1968 den Hörspielpreis der Kriegsblinden erhielt, als auch parodistische, zwischen Realität und Phantasie angesiedelte Theaterstücke wie "Die lange Nacht der Detektive (Uraufführung 1973), Nepal (Uraufführung 1979), Stan und Ollie in Deutschland (Uraufführung 1979). Im Jahre 1987 erhielt er den Baseler Literaturpreis. Für das Stück "Top Dogs" bekam Widmer 1997 den Mühlheimer Dramatikerpreis sowie den 3Sat-Inovationspreis. Urs Widmer wurde in der Kritiker-Umfrage der Fachzeitschrift "Theater Heute" zum Dramatiker des Jahres 1997 gewählt.

Ein sehr schön geschriebenes kleines Büchlein, hat nur 130 Seiten.
Leicht und sehr angenehm zu lesen, entbehrt aber nicht der Spannung die ein Buch braucht, um es auch fertig zu lesen.

Besonders interessant fand ich die Verbindung zu Bela Bartok, und auch zu anderen Musikern, wie auch das ganze Umfeld; alle Personen nach Widmer-Art gezeichnet, also mir gefällt dieses Büchlein sehr gut.

 

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