Janice Woods Windle

Klappentext:

"<Ich ging zurück nach Seguin, als Erwachsene, zum Guadalupe River, um Idella aufzusuchen, die mit den Toten reden konnte und deren größte Gabe es war, verlorene Dinge wiederzufinden…>

Aufgewachsen mit den Erzählungen ihrer Familie, mit großen epischen Geschichten von Krieg und Abenteuer, Liebe und Mord, Gewalt und Vergeltung, suchte Janice Woods Windle nach der Wahrheit über jene außergewöhnliche Frauen, von denen sie abstammt. Was sie fand, ist ein Roman, wie ihn das Leben selber schrieb. Hier erlebst Euphemia Texas Ashby King als kleines Mädchen die Schlacht von San Jacinto mit, in der eine Handvoll Texaner die überlegenen Mexikaner unter General Santa Anna in die Flucht schlägt, kämpft gegen den gefürchteten Comanchenhäuptling Tarantula und führt die Frauen in ihrem erbitterten Streit und die Gleichberechtigung an. Georgia Virginia Lawshe Woods verteidigt ihr Haus und ihre Familie mit allen Mitteln gegen die sexuelle Erpressung eines korrupten Yankee-Kommandanten. Und Bettie Moos King muss sich mit Wölfen, Stürmen und dem Ku-Klux-Klan herumschlagen, als sie ihre Kinder durch die Turbulenzen der modernen Zeit führt. Erfüllt von Liebe zu ihrer Familie, ihrem Besitz und dem Land, das ihnen zur Heimat wurde, leidenschaftlich und willensstark, machen diese außergewöhnlichen Gestalten eine Zeit lebendig, die von der Geburt des Staates Texas über mehr als ein Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs reicht."

 

 

 

Janice Woods Windle wurde in San Antonio, Texas, geboren, wuchs auf in Seguin und lebt heute mit ihrem Mann, einem Anwalt, in El Paso. Dort ist sie seit vielen Jahren politisch engeagiert, zuletzt als Präsidentin einer kommunalen Stiftung.

Das Buch liest sich von Anfang an sehr spannend. Die Autorin schreibt sehr unterhaltsam und man ist sofort in ihren Geschichten *drin*.

Hochinteressant ist die Geschichte über die Entstehung von Texas, die Erlebnisse der verschiedenen Frauen, ob sie jetzt in Texas direkt von Anfang an waren, bzw. in diesen Landesteil, der ja damals zu Mexiko gehörte, vor Santa Anna geflohen waren, oder über die Frauen, die sich aus Mississippi mit ihren Familien aufgemacht haben.
Diese, meistens sehr reichen Grundbesitzer, zogen mit ihrem ganzen Hab und Gut und viel Geld in das neue Land Texas.

Das Buch ist in drei Kapitel aufgeteilt, jeweils ein Kapitel über eine Frau, und zwar zwischen 1754 bis 1946, also geht immer über mehrere Generationen usw. Das dritte Kapitel ist dann über die Frau, deren Ururgroßeltern aus beiden Zweigen dieser verschiedenen Frauen stammen.

Und diese Frau macht sich auf die Reise zu einer Hellseherin, Idella, einer uralten Schwarzen, die beide Familien noch kannte. Und von dort aus wird dann das ganze Geschehen des Buches aufgerollt.
Die beiden besuchen dann die Orte des Geschehens, machen also eine Reise, nur über wenige Kilometer, aber vor allem eine Zeitreise. Was heute mit dem Auto in ein paar Stunden zu bewältigen ist, war ja vor hundert Jahren zu Fuß usw. eine lange Reise.

Das einzige was mich dann am Ende des Buches doch stört ist, dass alle Frauen einfach zu glorienreich geschildert werden. Alle sind sehr schön, sehr gut, naja.