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"Schilf"
Meine kurze Zusammenfassung:
Erster Ort der Handlung: Freiburg. Eine Mann-Frau-Kind-Familie (Sebastian,
Maike, Liam) lebt in der Innenstadt. Es folgen sehr interessante,
und vor allem amüsante Schilderungen der Umgebung von Freiburg,
der Berge, der Tiere, des Flüsschens -
Eine Freundschaft von Sebastian zu Oskar wird ausführlich geschildert;
beide sind Physiker. Immer am ersten Freitag im Monat ist Oskar
zu Gast bei der Familie zum Abendessen.
Maike hat für drei Wochen einen Urlaub geplant, wo sie alleine mit
dem Rennrad an einer Freizeit teilnehmen möchte. Für diese Zeit
soll Liam in einem Pfadfinderlager untergebracht werden, Sebastian
freut sich auf einige stille Wochen, die er ganz für sich haben
wird, Zeit für seine Überlegungen über physikalische Probleme…
Maike ist abgereist, Sebastian bringt Liam mit dem Auto zum Ferienlager.
Unterwegs hält er an, Liam schläft auf dem Rücksitz, er tankt, und
als er zum Auto zurückkommt, ist Liam weg. Er bekommt eine Nachricht,
wenn er ihn zurückhaben will, so versteht er die Nachricht, "muss"
ein bestimmter Arzt, der in einen Pharmazie-Klinik-Skandal verwickelt
ist, "weg". Und: er darf mit niemanden darüber reden.
Dieser Arzt, der "weg muss", ist ein Bekannter von Maike, und auch
er ist begeisterter Rad-Rennfahrer, der täglich bestimmte Stecken
fährt, schon frühmorgens…..
Sebastian plant, ihn dabei stürzen zu lassen, bringt ein Stahlseil
zwischen zwei Bäumen an der Straße an, die der Arzt immer befährt.
Und tatsächlich, es klappt, der Arzt befährt diese Straße, und er
wird regelrecht geköpft, sein Kopf bleibt in einer Astgabel hängen…
Eine junge Kommissarin bekommt den Fall, und ein Kommissar (Schilf),
der einst in ihrer Ausbildung ein Dozent war, kommt von Stuttgart,
was der Kommissarin überhaupt nicht passt. Sebastian meldet der
Polizei die Entführung seines Sohnes. Nur scheint der gar nicht
entführt worden zu sein. Er befindet sich im Pfadfinderlager. Die
Eltern holen ihn dort wieder ab und Sebastian sucht Rat bei seinem
Freund Oskar, und fährt nach Genf, wo dieser lebt. Schilf soll die
Entführung aufklären, die Kommissarin behält die Mordsache für sich.
Schilf hat mit seiner bestimmten Gabe schnell die Lösung, den Täter
und die Zusammenhänge erkannt. Aber: da er auch dieser physikalischen,
mit philosophischen Betrachtungsweise von Zeit und Raum anhängt,
wie die beiden Physiker, fasziniert ihn diese Sache und er beschließt,
den Täter vorerst auf keinen Fall zu überführen; als er dann der
jungen Kommissarin seine Erkenntnis mitteilt, tut er das nur, wenn
sie ihm versichert, dass sie den Täter nicht in Haft nimmt. -
Eine Fernsehsendung, wo Sebastian und Oskar eine fachliche Diskussion
führen, wird aufgezeichnet, und der Kommissar lässt sie sich kommen,
sieht sie sich an, und hat die Lösung des Falls.
Die
Verknüpfung von Delikten, eine nicht vorhandene Verbindung eines
Delikts zu den anderen, eine Verbindung zwischen Oskar und Sebastian,
ein außergewöhnlicher Kommissar Schilf, eine ebenso nicht alltägliche
Kommissarin, und eine fatale Wortverwechslung, führen zu einem nicht
ganz unerwarteten, aber dennoch überraschenden Ende einer Kriminalgeschichte.
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Juli Zeh,
geboren 1974 in Bonn, wurde für ihre Bücher, die inzwischen in 28
Sprachen übersetzt sind, vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem
Deutschen Bücherpreis (2002),
dem
Rauriser Literaturpreis (2002),
dem
Hölderlin-Förderpreis (2003)
und zuletzt mit dem
Per-Olov-Enquist-Preis (2005).
Sie lebt und arbeitet als Autorin und freie Juristin
in Leipzig.
Weitere Werke von ihr:
Adler und Engel (2001)
Die Stille ist ein Geräusch (2002)
Ein Hund läuft durch die Republik (2004) Spieltrieb (2004)
Kleines Konversationslexikon für Haushunde (2005)
Alles auf dem Rasen (2006),
sowie eine Bühnenfassung ihres Romans Spieltrieb (2006)
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