Stefanie Zweig

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Dieses Buch beschreibt, wie Regina als vierjähriges Kind erlebt, wie der Vater nach Afrika abreist.

Und ist eigentlich der erste Teil der Trilogie, bzw. der Serie, die dann in mehreren Büchern der Autorin sehr schön die Anreise nach Afrika, den Aufenthalt dort in den ersten 9 Jahren, die Entstehung der Liebe von Regina zum Land, usw. beschreibt.

Es ist vom Nazideutschland nach der Machtergreifung Hitlers die Rede, und dass der Vater von Regina, ein Rechtsanwalt, nicht mehr in Deutschland leben kann.

Er reist schließlich nach Mombasa bzw. Kenia, um dort für die Ankunft seiner Frau und seiner kleinen Tochter alles vorzubereiten.

Als Jurist hat er dort wenig Chancen, er arbeitet auf einer Ranch, und einige Zeit später kommt dann seine Frau mit Regina auch angereist.

Sie leben auf einer Farm, ziehen dann in die Stadt, wo der Vater bei Militär eine Stellung bekommt, als einfacher Soldat, in der Armee der Engländer.

Die Familie lebt dann nicht mehr auf der Ranch, sondern in der Stadt, in einer kleinen Wohnung.

Als der Krieg in Deutschland, und vor allem die Judenverfolgung vorüber ist, zieht die Familie wieder nach Deutschland zurück. Tränenreich ist der Abschied aus Afrika....

Regina sieht in Kenia ihre Heimat....sie sehen einer sehr unsicheren Zukunft im Nachkriegsdeutschland entgegen...

 

 

Stefanie Zweig wurde 1932 in Oberschlesien geboren und wanderte im Zuge der nationalsozialistischen Verfolgung 1938 mit ihren Eltern nach Kenia aus. Dort verlebte sie ihre Kindheit auf einer Farm. 1947 kehrte die Familie nach Deutschland zurück. Die Autorin hat dreißig Jahre lang das Feuilleton einer Frankfurter Tageszeitung geleitet. Für ihre Jugendbücher erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, und ihre Romane >Nirgendwo in Afrika...doch die Träume blieben in Afrika - Irgendwo in Deutschland - Nirgendwo in Afrika Bester ausländischer Film< einen Oscar gewann.

Leider habe ich dieses Buch erst nach den anderen Büchern der Autorin gelesen, aber war dennoch interessant zu lesen, wie es damals dazu kam, dass die Familie aus Deutschland fliehen musste.

Es ist facettenreich die Bahnreise, sämtliche Erlebnisse im Zug, die sehr lange Schiffsreise, schließlich die Ankunft in Afrika, geschildert.

Und, meistens mit den Augen von Regina, die Erlebnisse mit den Kenianern, den Leuten auf der Farm usw., gesehen.

Die Mutter kommt mit Regina nachgereist, bekommt dann nach einer Totgeburt auch noch einen Sohn, Max, und die Familie lebt besser, seit der Vater bei den Engländern in der Armee ist.

Schweren Herzens machen sich dann alle nach dem Krieg wieder auf die Reise nach Deutschland, in ein sehr ungewisses Schicksal.

Die Heimat, Schlesien ist für immer verloren, es ist keinerlei Besitz mehr da, alle Verwandten waren von den Nazis vernichtet worden....also auch keine mehr da....

Und da endet dann das Buch.