
Meine Zusammenfassung:
Entgegen
der offiziellen Inhaltsangabe ("..und baut zusammen mit ihrer afrikanischen
Freundin aus Kindertagen eine Lodge im Hochland von Kenia….") - kommt
Stella zwar aus England zurück nach Kenia, sucht dort in Nairobi ihre
alte Freundin Lilly, (die dort als Mamaya (Hure) arbeitet) die sie auch
findet, und kehrt mit ihr zurück in das Dorf Nyahururu, wo sich einst
das Gut ihres Vaters befand. Aber: Sie baut keine Lodge, sondern wird
von Moi und Einwanderern aus Indien, die in dubiose Geschäfte verwickelt
sind, dazu aufgefordert, bzw. diese versuchen sie dazu, sie zu motivieren.
- Aus eigennützigen Gründen, wie sich später herausstellt. - Und Stella
hat nie damit begonnen, eine Lodge zu bauen!
Aber
zurück zu ihrer Ankunft; sie wird von ihrer alten Amme Chebeti, der
Mutter von Lilly willkommen geheißen. Chebeti war Stella Mutterersatz,
da Stellas Mutter bei ihrer Geburt verstorben war. Und da ist auch noch
Moi, ein kluger junger Mann vom Dorf, der früher in Nairobi als Schneider
gearbeitet hatte, aber durch einen Unfall einen Arm verloren hatte,
und deshalb als Krüppel nicht mehr in seinem Beruf arbeiten konnte.
Stella
ist schwanger, als sie in Nyahururu ankommt, Chebeti sieht das auch
gleich. Als die Geburt sich ankündigt, trägt Moi Stella ins Haus, und
Chebeti hilft der kleinen Julia auf die Welt, wie sie das schon bei
deren Mutter getan hatte. Stella hatte sich gleich zu Anfang ein richtiges
Haus gebaut, mit Fenstern aus Glas, Türen und Fenstern aus Holz, also
sehr luxuriös für die Verhältnisse in diesem kleinen afrikanischen Dorf
Nyahururu.
Ihr
Großvater schreibt ihr aus England und weist ihr monatlichen einen relativ
hohen Betrag an, auf eine Bank in Nairobi, allerdings auf ein verschlüsseltes
Konto. Da die Post aus Europa grundsätzlich durchsucht wird, und nur
per Zufall mal auch an den Empfänger ausgehändigt wird, holt Moi die
Post ab, aber natürlich liest er alles, was nicht dicht verschlossen
ist, er kann etwas englisch, aber nicht so gut, dass er alles versteht.
Stella soll ihm aber den Brief vorlesen, und als er das mit dem Geld
hört, ist er natürlich sofort Feuer und Flamme und möchte sie dazu überreden,
eine Lodge oder mehrere zu bauen. - Und: er redet ihr auch ein, dass
sie unbedingt ein Auto braucht. - Da sich in den afrikanischen Dörfern
alles herumspricht, was sich so tut, weiß bald jeder, dass sie eine
"reiche" Frau ist.
Eines
Tages kommt ein Inder mit seiner Familie und zwei Autos ins Dorf gefahren.
Sie haben einen roten Ford dabei, den Stella probieren soll. Sie lernt
fahren und sie soll das Auto so lange behalten wie sie möchte, und dann
kann sie es kaufen. - Komischerweise bietet ihr auch der Inder ein Schmuckstück
an, das sie aus Englang mitgenommen hatte. Erstaunt darüber, guckt sie
in ihrer Schmuckkassette nach, es ist weg, also ist es ihr eigenes,
und sie weiß natürlich, dass es nur Lilly gestohlen haben kann…… -
Was
sie nicht weiß: Lilly ist ja mittlerweile wieder nach Nairobi abgehauen,
wo sie wieder ihrem Gewerbe nachgehen möchte. Dabei hatte sie in einer
Bar den Inder getroffen und ihm das geklaute Schmuckstück übergeben
mit der Bitte, wenn er einen Käufer findet, ihr das Geld dann zu geben.
Als sie ihn schließlich besucht und nach dem Geld fragt, wird sie von
ihm vergiftet, die afrikanischen Hausangstellten verscharren auch ihre
Leiche, alles unter äußerstem Stillschweigen…..
Stella
und ihre schöne kleine Tochter Julia werden von Moi und Chebeti gut
behütet, sie genießen die schöne Landschaft am Fuße des großen Berges,
nach Kennyatta benannt… Aber als sie eines Tages einen alten Freund
aus Kindertagen in Afrika wieder trifft, wird sie von diesem gewarnt
und er rät ihr, so schnell als möglich aus Afrika abzureisen, jedoch
ohne irgendjemand etwas davon zu erzählen….. - auch Chebeti rät ihr
das dringend, und so reist sie ohne sich von den anderen zu verabschieden,
aus Afrika ab.
Die
ganzen Überlegungen und Gedanken, interessant ausgedrückt, oft in einer
Übersetzung aus dem Afrikanischen, werden ausführlich beschrieben. Und
letztendlich auch die Einsicht, dass eine Rückkehr in das Afrika ihrer
Kindheit eine Enttäuschung ist; Afrika hat sich verändert. Aber: Sie
hatte ihre Träume verwirklicht, und dabei einsehen müssen, dass es unmöglich
war, an die Zeiten ihrer Kindheit in Afrika anzuknüpfen.

Stefanie Zweig wurde 1932
in Oberschlesien geboren und wanderte im Zuge der nationalsozialistischen
Verfolgung 1938 mit ihren Eltern nach Kenia aus. Dort verlebte sie
ihre Kindheit auf einer Farm. 1947 kehrte die Familie nach Deutschland
zurück. Die Autorin hat dreißig Jahre lang das Feuilleton einer Frankfurter
Tageszeitung geleitet. Für ihre Jugendbücher erhielt sie zahlreiche
Auszeichnungen, und ihre Romane >Nirgendwo in Afrika...doch die Träume
blieben in Afrika - Irgendwo in Deutschland - Nirgendwo in Afrika
Bester ausländischer Film< einen Oscar gewann.