Stefanie Zweig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine Zusammenfassung:

 

Entgegen der offiziellen Inhaltsangabe ("..und baut zusammen mit ihrer afrikanischen Freundin aus Kindertagen eine Lodge im Hochland von Kenia….") - kommt Stella zwar aus England zurück nach Kenia, sucht dort in Nairobi ihre alte Freundin Lilly, (die dort als Mamaya (Hure) arbeitet) die sie auch findet, und kehrt mit ihr zurück in das Dorf Nyahururu, wo sich einst das Gut ihres Vaters befand. Aber: Sie baut keine Lodge, sondern wird von Moi und Einwanderern aus Indien, die in dubiose Geschäfte verwickelt sind, dazu aufgefordert, bzw. diese versuchen sie dazu, sie zu motivieren. - Aus eigennützigen Gründen, wie sich später herausstellt. - Und Stella hat nie damit begonnen, eine Lodge zu bauen!

Aber zurück zu ihrer Ankunft; sie wird von ihrer alten Amme Chebeti, der Mutter von Lilly willkommen geheißen. Chebeti war Stella Mutterersatz, da Stellas Mutter bei ihrer Geburt verstorben war. Und da ist auch noch Moi, ein kluger junger Mann vom Dorf, der früher in Nairobi als Schneider gearbeitet hatte, aber durch einen Unfall einen Arm verloren hatte, und deshalb als Krüppel nicht mehr in seinem Beruf arbeiten konnte.

Stella ist schwanger, als sie in Nyahururu ankommt, Chebeti sieht das auch gleich. Als die Geburt sich ankündigt, trägt Moi Stella ins Haus, und Chebeti hilft der kleinen Julia auf die Welt, wie sie das schon bei deren Mutter getan hatte. Stella hatte sich gleich zu Anfang ein richtiges Haus gebaut, mit Fenstern aus Glas, Türen und Fenstern aus Holz, also sehr luxuriös für die Verhältnisse in diesem kleinen afrikanischen Dorf Nyahururu.

Ihr Großvater schreibt ihr aus England und weist ihr monatlichen einen relativ hohen Betrag an, auf eine Bank in Nairobi, allerdings auf ein verschlüsseltes Konto. Da die Post aus Europa grundsätzlich durchsucht wird, und nur per Zufall mal auch an den Empfänger ausgehändigt wird, holt Moi die Post ab, aber natürlich liest er alles, was nicht dicht verschlossen ist, er kann etwas englisch, aber nicht so gut, dass er alles versteht. Stella soll ihm aber den Brief vorlesen, und als er das mit dem Geld hört, ist er natürlich sofort Feuer und Flamme und möchte sie dazu überreden, eine Lodge oder mehrere zu bauen. - Und: er redet ihr auch ein, dass sie unbedingt ein Auto braucht. - Da sich in den afrikanischen Dörfern alles herumspricht, was sich so tut, weiß bald jeder, dass sie eine "reiche" Frau ist.

Eines Tages kommt ein Inder mit seiner Familie und zwei Autos ins Dorf gefahren. Sie haben einen roten Ford dabei, den Stella probieren soll. Sie lernt fahren und sie soll das Auto so lange behalten wie sie möchte, und dann kann sie es kaufen. - Komischerweise bietet ihr auch der Inder ein Schmuckstück an, das sie aus Englang mitgenommen hatte. Erstaunt darüber, guckt sie in ihrer Schmuckkassette nach, es ist weg, also ist es ihr eigenes, und sie weiß natürlich, dass es nur Lilly gestohlen haben kann…… -

Was sie nicht weiß: Lilly ist ja mittlerweile wieder nach Nairobi abgehauen, wo sie wieder ihrem Gewerbe nachgehen möchte. Dabei hatte sie in einer Bar den Inder getroffen und ihm das geklaute Schmuckstück übergeben mit der Bitte, wenn er einen Käufer findet, ihr das Geld dann zu geben. Als sie ihn schließlich besucht und nach dem Geld fragt, wird sie von ihm vergiftet, die afrikanischen Hausangstellten verscharren auch ihre Leiche, alles unter äußerstem Stillschweigen…..

Stella und ihre schöne kleine Tochter Julia werden von Moi und Chebeti gut behütet, sie genießen die schöne Landschaft am Fuße des großen Berges, nach Kennyatta benannt… Aber als sie eines Tages einen alten Freund aus Kindertagen in Afrika wieder trifft, wird sie von diesem gewarnt und er rät ihr, so schnell als möglich aus Afrika abzureisen, jedoch ohne irgendjemand etwas davon zu erzählen….. - auch Chebeti rät ihr das dringend, und so reist sie ohne sich von den anderen zu verabschieden, aus Afrika ab.


 

Die ganzen Überlegungen und Gedanken, interessant ausgedrückt, oft in einer Übersetzung aus dem Afrikanischen, werden ausführlich beschrieben. Und letztendlich auch die Einsicht, dass eine Rückkehr in das Afrika ihrer Kindheit eine Enttäuschung ist; Afrika hat sich verändert. Aber: Sie hatte ihre Träume verwirklicht, und dabei einsehen müssen, dass es unmöglich war, an die Zeiten ihrer Kindheit in Afrika anzuknüpfen.

bitte klicken, geht direkt ins Forum zur Diskussion über dieses Buch

Stefanie Zweig wurde 1932 in Oberschlesien geboren und wanderte im Zuge der nationalsozialistischen Verfolgung 1938 mit ihren Eltern nach Kenia aus. Dort verlebte sie ihre Kindheit auf einer Farm. 1947 kehrte die Familie nach Deutschland zurück. Die Autorin hat dreißig Jahre lang das Feuilleton einer Frankfurter Tageszeitung geleitet. Für ihre Jugendbücher erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, und ihre Romane >Nirgendwo in Afrika...doch die Träume blieben in Afrika - Irgendwo in Deutschland - Nirgendwo in Afrika Bester ausländischer Film< einen Oscar gewann.