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 Betreff des Beitrags: Sukegawa Durian
BeitragVerfasst: 04.07.2016, 12:30 
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Die Autorin: (entnommen Klappentext)

"Durian Sukegawa, geboren 1962, studierte an der Waseda Universität in Tokio Philosophie. Er schreibt Romane und Gedichte, außerdem ist er in Japan als Schauspieler, Punkmusiker und Fernseh- sowie Radiomoderator bekannt. Kirschblüten und rote Bohnen war ein japanischer Bestseller und wurde von Namo Kawase als Beitrag für Cannes 2015 verfilmt.
Ursula Gräfe, geboren 1956, hat in Frankfurt am Main Japanologie und Anglistik studiert. Aus dem Japanischen übersetzte sie u. a. den Nobelpreisträger Kenzabure, außerdem Yoko Ogawa und Hiromi Kawakami. Für DuMont überträgt sie die Romane Haruki Murakamis ins Deutsche."

Verlagsbeschreibung:
"Sentaro ist gescheitert: Er ist vorbestraft, er trinkt zu viel, und sein Traum, Schriftsteller zu werden, ist unerfüllt geblieben. Stattdessen arbeitet er in einem Imbiss, der Dorayaki verkauft: Pfannkuchen, die mit einem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Tag für Tag steht er in dem Laden mit dem Kirschbaum vor der Tür und bestreicht lustlos Gebäck mit Fertigpaste. Bis irgendwann die alte Tokue den Laden betritt. Die weise, aber sichtlich vom Leben gezeichnete Frau kocht die beste Bohnenpaste, die man sich nur denken kann. Auch deshalb verändert die Begegnung mit ihr alles, denn Tokue lehrt Sentaro ihre Kunst. Wenig später wird Wakana, ein Mädchen aus schwierigen Verhältnissen, zur Stammkundin des Imbisses und schließt Freundschaft mit Tokue und Sentaro. Doch die Welt meint es nicht gut mit den dreien
Kirschblüten und rote Bohnen ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft - melancholisch, ohne sentimental zu werden, berührend, ohne kitschig zu sein - und ein zärtlicher Roman, der uns im Glauben an die kleinen Dinge des Lebens bestärkt."


Meine Meinung zum Buch:
Ein Titel der spannend klingt - und schon die ersten Seiten nehmen gefangen.
Eine uns fremde Welt - Japan.
Die ganze Entwicklung der Geschichte gestaltet sich bedächtig, langsam - aber schon vieldeutig. Ohne große Worte.. Der Sinn ergibt sich mir beim Lesen.
Was besonders erwähnenswert ist, finde ich, ist der Umgang vor über 100 Jahren mit Leprakranken. Sicher wird es nicht nur in Japan so gewesen sein.
Es gab noch keine Heilung, die Erkrankten wurden kaserniert - eingesperrt.
Und die alte Tokue ist eine Überlebende. Mittlerweile alt - ihr Leben war geprägt von dieser 'Inhaftierung' in diesem sogenannten 'Sanatorium'
Wie sie damit umgegangen ist, fast ihr ganzen Leben lang - beschreibt sie dann im letzten Teil des Buchs.
Und die Begegnung dann mit Sentaro ändert nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch die des Sentario.

Eine schöne, versöhnende, ruhige Geschichte aus Japan.
Wer etwas 'Entschleunigung' braucht, muss dieses Büchlein lesen!

_________________
Herzliche Grüße
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